traces humaines und transit-überleben

Ein wichtiges Ausdrucksmittel ist bei Barbara Ehrmann schon seit langer Zeit der Werkstoff Wachs. Er entrückt ihre Bildschöpfungen in einen Bereich des Mystischen, Vagen und Uneindeutigen. Barbara Ehrmann notiert in ihrem Tagebuch: „Das Eintauchen der Bilder in Wachsschichten entfremdet, verbirgt, versiegelt das Darunterliegende, verunsichert unsere Wahrnehmung“.
Das Eintauchen der Bilder in Wachs ist somit nicht nur von ästhetischer Natur, sondern drückt eine tiefere Bedeutung aus. Die Wachsschicht ist eine verletzliche Haut, eine milchig-transparente Sphäre, durch die alles in schwereloser Balance durchscheint und von Licht und Energie durchdrungen ist. Das Eintauchen der Bilder hat mit dem Gefühl der Ferne zu tun, das mehrschichtig ist: Es betrifft die Zeit in Form von verblassender Erinnerung, den Raum in Form von unscharfer Wahrnehmung und das menschliche Innere in Form von Entrückt- und Nichtgreifbarsein sowie prekärem Empfinden. Das Eintauchen meint auch den Überlebenskampf des Menschen in lebensfeindlichen Bedingungen, sei es zwischenmenschlicher Art oder eben bezüglich der Umwelt, etwa in der Wüste oder im Wasser.
Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck, aus der Vernissagerede „eingetaucht“ im Jenaer Kunstverein 2014

upside down – Apnoe
Video 2014

traces humaines
2012

eingetaucht – flow
2013

contact – labile Zone/
labiles Gleichgewicht
2010

Schattenlicht
2008–2014

Nachtlauschen – kleine Trance
2008–2011

Überfahrt/Transit – Überleben
Installationen 2012–2014

Tikatoutine
2010–2013

Ténéré
2010–2012

Innere Spur
seit 2012

Reiseaquarelle/Skizzenbücher
2010–2014

mit fliegendem Stift
Filmzeichnungen
seit 2010

Barbara Ehrmann | Atelier im Glashaus

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