contact-labile Zone / labiles Gleichgewicht
Mir geht es immer wieder um die Frage nach seelischer Befindlichkeit und Gefährdung. In den Zeichnungen formuliere ich häufig das Thema der Schwerelosigkeit und des Taumels in Raum und Zeit. Licht und Schatten, Leichtigkeit und Schwere sind häufig beunruhigend und paradox wahrnehmbar.
Barbara Ehrmann, Tagebuchnotiz 2010

Sie unternimmt Rückgriffe auf archaisch anmutendes Formengut wie Schalen und Boote, auf technoide Gerätschaften mit sinnlos wirkenden Verkabelungen, was den realen Gebrauch angeht, und da hinein gestellte Figuren. Sie erfüllen weder irgendwelche erkennbare Aufgaben oder Tätigkeiten. Sie setzen sich aus Umrissen und schwarzer Fläche zusammen, bleiben gesichts- und irgendwie auch körperlos. Sie fungieren als Gegenüber und Mitspieler in ihren Licht- und Schattenwelten, sind Bestandteile von Kraftfeldern, die aus scheinbar zufälligen, chaotischen Verläufen und labilen Zuständen erwachsen.
Zum freien visuellen Denken fordert der Schwebecharakter der Bildräume auf. Zugleich geben sie sich ortlos und unbehaust, wo freie Bewegung und das Sich-Verlieren-Können aufeinander prallen. Beide Pole wollen ständig ausgelotet und das sich daraus ergebende Gleichgewicht auf seine Tragfähigkeit geprüft werden.
Babette Caesar, aus dem Katalogtext „labiles Gleichgewicht“, 2010

upside down – Apnoe
Video 2014

traces humaines
2012

eingetaucht – flow
2013

contact – labile Zone/
labiles Gleichgewicht
2010

Schattenlicht
2008–2014

Nachtlauschen – kleine Trance
2008–2011

Überfahrt/Transit – Überleben
Installationen 2012–2014

Tikatoutine
2010–2013

Ténéré
2010–2012

Innere Spur
seit 2012

Reiseaquarelle/Skizzenbücher
2010–2014

mit fliegendem Stift
Filmzeichnungen
seit 2010

Barbara Ehrmann | Atelier im Glashaus

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